Tag 6 & 7

Ein Viertel der Challenge ist geschafft.

So langsam geht es mir aber etwas auf den Keks, ständig kochen zu müssen. Meine Küche sieht permanent aus wie ein Saustall und eigentlich möchte ich auch gar nicht so viel Zeit dafür aufwenden. Gestern war Sonntag, der einzige Tag der Woche, an dem ich einfach mal zu Hause faulenzen wollte. Aber kaum habe ich mich auf die Couch gelegt oder ein Buch aufgeschlagen, ist es auch schon wieder so weit und ich muss die nächste Mahlzeit vorbereiten. Ich hab das Gefühl, ich bin den ganzen Tag am kochen und ich komme einfach zu nichts. Dabei müsste ich zum Beispiel lernen oder mal meine Wohnung aufräumen. Und jetzt ist schon wieder Montag...

Am Samstag habe ich nicht gefrühstückt. Ich habe schön ausgeschlafen und dann erst zum Mittag die Tofu-Sandwiches gemacht. Dann hab ich mich auf zwei Starbucks-Kaffee mit einer Freundin getroffen. Zum Abendbrot gab es dann Blumenkohl-Curry-Crunch, also einfach nur Blumenkohl mit einer leckeren Curry-Soße.

Und gestern wieder das ewig gleiche Frühstück. Es gäbe da noch andere Rezepte, die ich morgens machen könnte, aber das ist alles Müsli-Zeug mit Obst und Haferflocken und ich stehe überhaupt nicht auf solche süßen Sachen zum Frühstück. Zum Mittag den Rest des Blumenkohls gemacht, zwischendurch meine Schokolade genascht. Zum Abendbrot hab ich ein neues Rezept ausprobiert. Eine Pilz-Mandel-Lasagne. Die war ganz schön aufwändig. Ich hab es wieder mal erst um 20 Uhr rum geschafft, zu essen, ganz einfach weil ich mich total mit der Zeit verschätzt hatte. Auf dem Rezept steht, dass es ca. 35 Minuten dauert, das Gericht zuzubereiten. Ich habe bestimmt 2 Stunden gebraucht. Und dann war es noch nicht einmal besonders lecker. Viel zu viele Zwiebeln, eine komische Tomatencreme. Diese Rezepte aus dem Buch sind oft ganz schön herzhaft. Eigentlich mag ich Herzhaftes, aber man muss es auch nicht übertreiben. Dieses Rezept ist für mich also durchgefallen. Leider. Außerdem stimmen die Mengenangaben irgendwie nicht. Auf eine Pilz-Lasagne kam gestern 1 Liter Tomatencreme. Jetzt hab ich noch einen ganzen Topf voller Tomatencreme, die ich wohl wegschmeißen werde.

Wenigstens beim Sport war ich gestern noch. Ich habe mein Soll von zweimal pro Woche Sport für diese Woche erfüllt.

Mich verlässt so langsam die Motivation. Vegan zu essen, ist glaube ich kein Problem. Ich kenne viele tolle Sachen, die man machen kann. Aber lediglich Rezepte aus dem Buch kochen zu müssen, ist mittlerweile total frustrierend, denn es schmeckt eben nicht alles. Außerdem sehne ich mich nach richtiger Schokolade, und nicht nach dieser fettigen, komischen Kakaobutter-Tafel. Noch nie hat eine Tafel Schokolade so lange bei mir im Kühlschrank überlebt. 

So, jetzt ist Montag morgen und ich bin schlecht gelaunt, dass ich gefühlt kein Wochenende hatte und gleich wieder auf Arbeit muss.

28.10.13 08:19, kommentieren

Tag 5 - Fast Food

Taaaag 5!

Nachdem ich gestern morgen nochmal das Rührei auf Brötchen gegessen habe, bin ich zur Uni gefahren. Mit dem Fahrrad natürlich

Dort wollte ich mich, wie immer, mit meiner Kommilitonin/Freundin treffen. Ich war etwas eher da und stattete Starbucks mal einen Besuch ab. Das wollte ich gestern eigentlich schon machen, aber die Zeit reichte nicht. Ich weiß von meiner Freundin, dass Starbucks auch Kaffee mit Sojamilch anbietet. Ich fragte also das nette Mädchen an der Theke, was für Kaffee-Kreationen mit Sojamilch es hier so gibt. Sie meinte, eigentlich könne man fast alles mit Sojamilch anstatt Kuhmilch machen. Sie zählte sofort eine Reihe an Sirup auf, der vegan ist und sagte, dass zum Beispiel der Chocolate Moccha vegan sei. Die Schokolade darin ist auch ohne jegliches Milchpulver oder sonstwas hergestellt. Uiiiii, der Chocolate Moccha?? Das ist mein Lieblingsgetränk bei Starbucks! Saugeil! Einen Chocolate Moccha bitte! Natürlich ohne Schlagsahne. Diese Portion Schlagsahne hat ohnehin immer den Zuckerkonsum für zwei Tage ersetzt. Oder so ähnlich. Es hat jedenfalls herrlich geschmeckt Das Problem ist, dass in der Schokolade zwar keine Milch enthalten ist, dafür aber bestimmt trotzdem eine Menge Zucker. Naja, man gönnt sich ja sonst nichts.

Auch der Rest des Tages lief alles andere als optimal, was meine Ziele betrifft. Ich fuhr nach der Uni zur Arbeit und aß zum Mittag mein mitgebrachtes Chili vom Vortag. Getrunken habe ich fast gar nichts. Als der Feierabend nahte, war ich irgendwie so platt von diesem Tag, dass ich mich mit meinem Freund in unserer Stammkneipe verabredete. Ich brauchte unbedingt ein Feierabendgetränk. Es war aber schon fast 19 Uhr, das heißt Abendbrotzeit. Was also essen? In dieser Kneipe gibt es eine herrliche Brotzeit. Ein Abendbrot wie man es von zu Hause kennt. Einfach nur ein paar Scheiben Brot, wahlweise mit verschiedenen Aufstrichen, Schnittkäse oder Wurst, und ein paar Scheiben frisches Gemüse zum Knabbern. Wir haben dieses Abendbrot schon oft bestellt, natürlich ohne Wurst, bis vor ein paar Tagen aber immer noch mit Käse und vegetarischen Aufstrichen. Diese Aufstriche sind der Wahnsinn. Ein Kürbiskern-Frischkäse-Aufstrich, Meerrettich-Aufstrich und ein Tomate-Karotte-Aufstrich. Gestern blieb mir natürlich nur der mit Tomate-Karotte. Alles andere ist nicht vegan. Das macht aber nichts, der schmeckt auch gut. Das Problem war das Brot. Kein Brot zum Abendbrot. Mann...Ich habe es natürlich trotzdem gegessen.

Eigentlich soll man sich ja in den 30 Tagen komplett nach dem Buch richten, das heißt auch, nur Rezepte aus diesem Buch kochen. Weil diese Rezepte anscheinend alle so zusammengestellt sind, dass sie dir in Kombination alles liefern, was du am Tag brauchst. Wenn ich also mein Chili koche, ist das auch nicht optimal. Obwohl die Zutaten alle vollkommen in Ordnung sind. Ich muss Attila mal fragen, ob er das Chili mit in sein Buch aufnimmt.

Im Laufe des Abends gab es dann noch viel Wodka-Energy mit wahrscheinlich Tonnen an Zucker. Als wir in Richtung Heimat aufbrachen, hatten wir schon wieder Hunger und beschlossen, nicht mehr ganz nüchtern, uns eine vegane Bratwurst beim Imbiss zu holen. Der hat auch nachts geöffnet und bietet eine Menge an vegetarischem und veganem Zeug an. Tolle Erfindung. Nicht toll für meine Challenge. Ich bekam eine Bratwurst mit Ketchup. Ketchup mit Zucker. Schon wieder Zucker. Der Zucker verfolgt mich. Danach hatte mein Freund immer noch Hunger und wir hielten unterwegs bei McDonalds. Wir holten uns beide eine Portion Pommes. Schande über mein Haupt! Ich verachte McDonalds. Alles, was dort verkauft wird, ist der ekelhafteste Dreck an Nahrung, den es gibt. Ich schwöre mir regelmäßig, mir dort nie wieder etwas zu kaufen, aber der Alkohol macht mir manchmal einen Strich durch die Rechnung.

Fazit des gestrigen Tages: viel zu viel Zucker!

Ich habe ja nun 5 Tage hinter mir und aller 5 Tage soll bzw. darf man sich wiegen. Ich habe mich gerade gewogen und die Waage zeigt 86,0 kg an. Mit Kleidung. Ohne Kleidung 85,1 kg. Ich wiege also weniger als an Tag 1. Ein Kilo Unterschied heißt aber noch gar nichts. Das Gewicht schwankt eh immer ein bisschen, daher kann ich diesen Gewichtsverlust noch nicht der Challenge zuschreiben und deshalb hält sich meine Freude auch in Grenzen. Aber prinzipiell sieht es ja schonmal gut für mich aus

26.10.13 12:40, kommentieren